Geografie


Belarus ist ein flaches Land. Die höchste Erhebung, auf dem weißrussischen Höhenrücken gelegen, ist nur 345 m über dem Meeresspiegel. Das Relief wurde unter Einfluss einer uralten Vergletscherung gestaltet, deswegen sind überall Spuren einer urzeitlichen geologischen Tätigkeit der Gletscher zu finden.

Im Nordwesten liegt ein System von Moränen-Hügelketten – Swentsjanskaja, Braslawskaja und Osveiskaja (diese Formationen sind Ablagerungen, die vom Gletscherschmelzwasser bei seiner Bewegung mitgenommen wurden). Im mittleren Teil erstreckt sich von West nach Ost der weißrussische Höhenrücken, südöstlich des Höhenrückens liegt ein Streifen von Schotterebenen. Im südlichen Teil der Republik erstreckt sich das belarussische Polesien – ein Tiefland, das stark versumpft ist.

Die wichtigsten Flüsse sind Dnjepr mit seinen Nebenflüssen (Beresina, Pripjat, Sosch), Westliche Dwina, Neman, Bug. Es gibt hier zahlreiche Seen. Etwa 1/3 des Territoriums ist mit Nadel- und Mischwald bedeckt (hier überwiegen Kiefer und Fichte). Auf dem Territorium von Belarus befindet sich der größte Teil des Naturschutzgebietes Belaweschskaja Puschtscha (noch im XIV. Jahrhundert haben hier polnische Könige gejagt, ab XIV. Jahrhundert – russische Zaren).

1940 wurde hier ein Naturschutzgebiet zum Schutz der Wisente eingeweiht, deren Anzahl sich zu dem Zeitpunkt stark reduzierte.